Dämmen lohnt sich doppelt

Ältere und alte Häuser sind Energiefresser. Bis zu zwei Drittel des Gesamtenergiever­brauchs gehen für die Heizung drauf, und fast die Hälfte davon entschwindet auch noch un­genutzt über die Außenwände.
Die einzige vernünftige Lösung: Dämmen. Wenn also bereits über die Re­novierung oder Sanierung der Fas­sade eines Hauses nachgedacht wird macht es Sinn, lieber gleich Nägel mit Köpfen machen und sich dafür zu entscheiden, Schönheit und optimalen Nutzen perfekt miteinander zu verbinden. Durch ein Wärmedämm-Verbund­system!

Energie sparen, Geld sparen, wohl fühlen, Ressourcen schonen

Wärmedämmung ist der beste Schutz gegen Bauschä­den durch Kondenswasser bzw. große Temperatur­schwankungen in den Bauteilen. Sie sorgt für eine deutliche Erhö­hung der Oberflächentemperatur an den Innenwänden – wichtigste Voraussetzung für ein Klima des Wohlfühlens, da durch den geringen Unterschied zur Raumlufttemperatur das Gefühl der Zugluft erst gar nicht aufkommen kann.
Außerdem: Die höhere Wandoberflächentemperatur verringert das Risiko des Tauwasserniederschlags aus der Raumluft und damit auch der gesundheitsschädlichen Schim­mel­bildung.

Die Wärmedämmung mit ihrem enormen Energie­sparpotenzial ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Umwelt: Schonung der Ressourcen und drastische Verringerung der Schadstoffemissionen. Allen voran das Kohlendioxid (CO2), das zu über 50 % zum Treib­hauseffekt und damit zur Veränderung des Weltklimas beiträgt.

Als deutschen Beitrag zum Klimaschutz hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenbündel ausgearbeitet. Ziel des „Integrierten Energie- und Klimaprogramms“ ist es, den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 um 55 Prozent zu verringern.
Wer durch Wärmedämmung den Energieverbrauch senkt, kann nicht nur Steuern sparen, er wird durch öffentliche Förderprogramme belohnt. Bund, Länder, wie auch Städte und Gemeinden, fördern energiesparende Maßnahmen mithilfe direkter finanzieller Unterstützung bzw. mit zinsvergünstigten Finanzierungsmodellen.
Die wichtigsten Förderprogramme im Überblick:

  • Besitzer von selbst genutztem Wohneigentum können die Kosten einer energetischen Modernisierung ihrer Immobilie teilweise von der Steuer abziehen (bis max. 40.000 €)
    (mehr Infos)
  • Zinsgünstige Darlehen, z. B. aktuelle Förderprogramme der Bundesregierung über die KfW-Förderbank
    (Nähere Infos finden Sie unter www.kfw.de und bei Ihrer Hausbank)
  • Einmalige, nicht rückzahlbare Zuschüsse zu den Investitionskosten
  • Zulagen der zuständigen Finanzämter

Die 10 wichtigsten Pluspunkte für Wärmedämm-Verbundsysteme:

  1. Enormer Energiespareffekt
  2. Verringerung der Schadstoffemission
  3. Investition mit Amortisation (beschleunigt durch öffentliche Fördergelder)
  4. Verbesserung der Wohnbehaglichkeit durch Erhö­hung der inneren Wandoberflächentemperatur (Vermei­dung von Schimmelbefall in Innenräumen)
  5. Dauerhafte Sanierung bzw. langfristige Verhin­derung von Rissbildung an der Fassade
  6. Korrosionsschutz für Bewehrungsstähle im Beton
  7. Vielzahl von Systemvarianten mit unterschiedlichen Befestigungen, Dämmstoffarten und Endbeschichtungen
  8. Bauaufsichtliche Zulassungen geben Sicherheit
  9. Optische Aufwertung der Fassade
  10. Wertzuwachs der Immobilie

Weitere Infos siehe Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen „Schimmel, Algen, Atemnot: Irrtümer und Vorurteile beim Wärmeschutz“:

www.verbraucherzentrale.nrw

Klimaschutz-Studie: Gebäudesanierung lohnt sich

Eine neue Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. (FIW) in München zeigt auf, dass die Anstrengungen der energetischen Gebäudesanierung wirtschaftlich lohnenswert sind. Angesichts der kürzlich steigenden Energiepreisen amortisieren sich Modernisierungsmaßnahmen besonders schnell.

Die zentralen Erkenntnisse der Studie:

  1. Wenn die Sanierungsquote auf zwei Prozent gesteigert wird, kann der Gasverbrauch des Gebäudesektors in Deutschland bis 2030 um 40 Prozent sinken. Gleichzeitig sinken die Treibhausgasemissionen um bis zu 87 Prozent.
  2. Energetisches Sanieren rechnet sich nach wenigen Jahren. Ab spätestens 2030 sind Betriebs- und Instandhaltungskosten unsanierter Gebäude höher als bei sanierten Gebäuden, bei denen die Investitionskosten bereits enthalten sind. Die Differenz der Energiekosten von sanierten zu unsanierten Häusern beläuft sich ab 2030 auf mehr als das Doppelte, Tendenz massiv steigend.

“Wir konnten zweifelsfrei aufzeigen, dass energieeffizientes Sanieren nicht nur dem Klima zugute kommt, sondern auf wirtschaftlich gerechtfertigt ist. Jedoch ist das Fortbestehen und Verstetigen der staatlichen Förderungen als Grundlage der Sanierungen unabdingbar”, so Professor Andreas Holm, Leiter des FIW.

Hier geh’t zur Klimaschutz-Studie

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Wie funktioniert Dämmung?